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Typisierung boviner Cryptosporidium-Feldisolate

Bearbeiter:

Projektleiter: Dr. Matthias Lendner (matthias.lendner@vetmed.uni-leipzig.de), TÄ Franziska Göhring, MTA Sandra Gawlowska

Kurzbeschreibung:

Durchfall bei Kälbern in den ersten zwei Lebenswochen ist eine ernstzunehmende, jedoch häufig vernachlässigte Krankheit, die jährlich beachtliche wirtschaftliche Einbußen zur Folge hat. Cryptosporidien sind Protozoen aus dem Stamm der Alveolata. Vier Arten von Cryptosporidien  wurden bisher beim Rind charakterisiert: C. parvum, C. bovis, C. andersoni und C. ryanae (Synonym Cryptosporidium deer-like Genotyp), wobei vermutlich nur C. parvum zoonotisches Potential besitzt. Aus diversen Studien geht hervor, dass unterschiedliche Subgenotypen des bovinen Genotyps von C. parvum existieren und diese sich in Wirtsspezifität und Epidemiologie unterscheiden. Ziel dieses Projektes ist es, Cryptosporidium parvum-Isolate zu subgenotypisieren und mittels Zellkultur zu eruieren, ob die verschiedenen Subgenotypen mit unterschiedlicher Virulenz einhergehen. Die Isolate sollen aus mehreren Rinderbeständen, verteilt über das gesamte Bundesgebiet, gewonnen werden. Perspektivisch soll zur einfachen Unterscheidung verschiedener Virulenzprofile eine MALDI-TOF-Analytik entwickelt werden. Als erster Schritt muss hierfür eine Referenzdatenbank angelegt werden. In einem zweiten Schritt werden Profile von Isolaten unterschiedlicher Virulenz erstellt, die dann gegen die Referenzdatenbank abgeglichen werden können. Auf Grundlage dieser Methode sollte es möglich sein, Bestände mit erhöhtem Handlungsbedarf zu diagnostizieren und sie entsprechend beraten zu können.